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Frankfurt will smarter werden



Frankfurt am Main - Stadtrat Schneider stellt einen Entwurf für eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie vor.

Eine E-Government-Strategie, die sukzessive - etwa durch das Bereitstellen verschiedener Online-Dienstleistungen - umgesetzt wird, besitzt die Stadt Frankfurt bereits seit dem Jahr 2013. Nun hat Stadtrat Jan Schneider im Rahmen einer Pressekonferenz den Entwurf für eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie vorgestellt, in deren inhaltlichem Fokus das weiterreichende Thema „Smart City“ steht. In der Smart City soll durch den Einsatz von intelligenten technischen Lösungen die Lebensqualität in Frankfurt nachhaltig verbessert werden. Beispiele für konkrete Anwendungen hierfür hat Diana Rauhut, Vorständin des Energiedienstleisters Mainova, vorgestellt – ebenso die Rolle des Unternehmens als städtische Beteiligung und strategischer Partner des Projekts Smart City.

Dem nun vorgestellten Strategieentwurf ist ein umfangreicher Beteiligungsprozess vorausgegangen. So konnten im Juni 2019 zunächst die Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Online-Beteiligung mitteilen, in welchen Themenbereichen sie sich besonders positive Auswirkungen der Digitalisierung erhoffen. Auch die verschiedenen Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft wurden in unterschiedlichsten Formaten von Experteninterviews über Runde Tische zu verschiedenen Themenbereichen bis hin zu einer zentralen Veranstaltung mit rund 100 Teilnehmern intensiv eingebunden.

Stadtrat Schneider erklärt: „Die Vernetzung der verschiedenen Akteure aus Verwaltung, Wirtschaft und Wissenschaft ist zentraler Bestandteil unserer Strategie. Digitalisierung ist ein Thema, das alle Bereiche des täglichen Lebens – von der Verkehrssteuerung über die Energieversorgung bis hin zur Wohnungswirtschaft – durchdringt und bei der alle Beteiligten ihren Beitrag leisten müssen, um Frankfurt smarter und damit lebenswerter zu machen. Vor diesem Hintergrund bin ich ausgesprochen froh, dass sich die verschiedenen Akteure in unserer Stadt so engagiert bei der Erarbeitung der Strategie beteiligt haben. Im Rahmen dieses Beteiligungsprozesses sind zahlreiche Projektideen entstanden, deren Umsetzung die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als besonders wichtig erachtet haben. Als entscheidender Faktor für die Entwicklung zur Smart City hat sich die Schaffung einer entsprechenden Basisinfrastruktur herausgestellt, die den Datenaustausch zwischen Sensoren verschiedenster Art ermöglicht, und damit die Grundlage für unterschiedliche smarte Anwendungsfälle darstellt.“

Die Mainova baut das flächendeckende Netz mit LoRaWAN-Technologie (Long Range Wide Area Network) seit etwa einem Jahr auf; im Frühjahr 2021 soll es fertig sein. Dann werden 60 Gateways für die sichere Datenübertragung verbaut sein.

Diana Rauhut, die in ihrem Vorstandsressort auch die IT bei der Mainova verantwortet, betont: „Vor 100 Jahren war es der Aufbau der öffentlichen Stromversorgung, der den Fortschritt gebracht und Städte für damalige Verhältnisse ‚smart‘ gemacht hat. Heute sind es leistungsfähige Infrastrukturen für den Datentransfer, die uns helfen, die aktuellen Herausforderungen zu meistern – wie den Verkehr oder den Klimaschutz. Als Energieunternehmen haben wir das Know-how und die Finanzkraft für die Entwicklung, den Aufbau und deren zuverlässig sicheren Betrieb.“ Mainova wirke mit Ideen, Innovationskraft und Herzblut an dieser spannenden Aufgabe einer gemeinschaftlichen Stadtentwicklung mit. Neben der Verbesserung der Lebensqualität für die Bevölkerung und einer höheren Stadteffizienz sei der Aufbau von Smart Cities auch unter wirtschaftlichen Aspekten für Unternehmen und die Wirtschaftskraft einer Stadt interessant. Lebensqualität müsse auch bezahlt werden können. Dafür brauche es Arbeitsplätze.

Das Anwendungsspektrum der Funktechnik reicht vom Fernauslesen von Wasserzählern über Parkplatzmanagement, Netzüberwachungen und Umweltdatenmanagement bis zur automatisierten Bewässerung von Bäumen und Parks. Bereits realisiert sind beispielsweise Gleisparker-Überwachungen an der Schwarzwaldstraße in Niederrad, Parkplatzsensoren in Bürstadt, eine Klimadatensensorik und die automatisierte Abholung von vollen Abfallbehältern in Frankfurt-West, Fernauslesungen von Wasser- und Wärmezählern sowie die Überwachung von Heizzentralen. Sie alle bringen eine Ersparnis der Betriebskosten, Einsparungen von Ressourcen, eine Entlastung der Umwelt und mehr Komfort für den Alltag der Bevölkerung.

Stadtrat Schneider ergänzt: „Diese Beispiele zeigen, wie wichtig das Engagement aller Akteure ist, um Frankfurt durch smarte Lösungen noch lebenswerter zu machen. Dabei werden wir den begonnenen Prozess der Vernetzung zwischen allen Beteiligten fortsetzen, um den Erfahrungsaustausch über alle Bereiche hinweg zu stärken sowie durch die Zusammenarbeit mögliche Synergien gemeinsam zu identifizieren und zu heben.“ So sei es beispielsweise denkbar, das LoRaWAN-Netz der Mainova auch für den bedarfsgesteuerten Winterdienst oder die Zustandsüberwachung von Gebäuden einzusetzen.

Links:
Entwurf Digitalisierungsstrategie
Digitalisierungsstrategie Factsheet Mainova
Digitalisierungsstrategie FAQs

 




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