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NGA-Cluster Nordhessen

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Best Practice NGA-Ausbau in Hessen

Die fünf nordhessischen Landkreise auf dem Weg zum schnellen Internet

Ziel der fünf nordhessischen Landkreise (Waldeck-Frankenberg, Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Hersfeld-Rotenburg und Landkreis Kassel) ist es, in der gesamten Region flächendeckend für schnelle Internetverbindungen mit einer Geschwindigkeit von mindestens 30 bis zu 100 Megabit pro Sekunde zu sorgen.

Initiierungs- und Vorplanungsphase

Im Hinblick auf die Initiierung und eine effiziente Vorplanung des Gesamtprojekts war im Wesentlichen der Kernaspekt einer strukturierten und umfänglichen Vorgehensweise maßgeblich. So wurde im Rahmen des NGA Cluster Nordhessen zunächst im ersten Schritt strukturiert und belastbar die Machbarkeit sowie das  genaue Geschäftsmodell für die spätere Gründung einer Gesellschaft zum Aufbau von NGA Infrastrukturen in Nordhessen analysiert und festgelegt.

Auf dieser soliden Grundlage konnten so alle mit der eigentlichen Projektumsetzung verbundenen Aktivitäten (Finanzierung, gesellschaftsrechtliche Aspekte, etc.) frühzeitig initiiert und begleitet werden. Hierbei unterstützte uns von Beginn an ein externes Beratungsbüro, das mit seiner technologischen, betriebswirtschaftlichen wie auch juristischen Expertise maßgeblich zum Projektfortgang beitrug. Wesentliche Ergebnisse, die dabei aus der Arbeit des Clusters resultierte, waren:

  1. Die Darstellung der relevanten Geschäftsmodelle für die zu gründende Gesellschaft und die damit verbundenen Geschäftszahlen.

  2. Der Ausschluss nicht relevanter Geschäftsmodelle (auf Basis fundierter Erklärungen, warum irrelevant).

  3. Die Bewertung der relevanten Geschäftsmodelle hinsichtlich Stärken/Schwächen und Risiken/Chancen.

  4. Die Auswahl des Zielmodells und die Festlegung der notwendigen Aktivitäten im Hinblick auf die Gründung desselben.

  5. Die Initiierung und Begleitung der Umsetzung des Geschäftsmodells.

Auf dieser Grundlage konnten nicht nur alle relevanten Beschlüsse der politischen Gremien zeitnah gefasst werden, sondern vielmehr diente sie ebenfalls als Kommunikationselement zur Vorbereitung unterstützender Gremien wie dem Regierungspräsidium, dem Landeswirtschaftsministerium und der Förderbank.                         

Detaillierungs- und Umsetzungsphase

Entscheidend für den Erfolg dieser Phase war und ist zweifelsohne die aktive Einbindung der Vielzahl unterschiedlichster Interessengruppen („Stakeholder“), die sich in drei Hauptbereiche gliedern lassen:

Im gesellschaftlichen Bereich umfasste dies im Wesentlichen die notwendige Einbindung der Bürger der Landkreise in das geplante Vorhaben. Im Rahmen der Konzeption des Ausbauvorhabens erfolgte die Einbindung dabei durch eine kontinuierliche und regelmäßige Information aller Bürger über die lokale Presse so wie auch die Veröffentlichungsblätter. Darüber hinaus wurde im Zuge der konkreten Projektumsetzung eine spezielle Website eingerichtet, über die einerseits aktuell über den Projektfortgang informiert wurde. Die Seite bietet den Bürgern der Landkreise zudem die Möglichkeit, Fragen an die Verantwortlichen des Projektteams zu richten bzw. häufige Fragen über die bereitgestellte FAQ-Liste beantwortet zu bekommen. In dieser Form wird rein grundsätzlich eine stetige Einbindung aller Bürger des Landkreises gewährleistet. Eine Plakataktion an den Schulen der Landkreise begleitete die Projektumsetzung, die bei der jüngeren Generation nicht nur aktiv für das Projekt warb, sondern zudem die Schüler zur Teilnahme an der zu dieser Zeit laufenden Bedarfsumfrage animierte. Die Aktion stieß auf durchweg positive Resonanz, und so konnten auch die Bedarfsrückmeldungen gerade jüngerer Internetnutzer entsprechend erhöht werden.

Im Bereich der Stakeholder, die ein ökonomisches Interesse am Aufbau eines NGA Netzes in der Region haben, sind allen voran die Netzbetreiber und Dienstanbieter zu nennen. Die Einbindung dieser Gruppe erfolgte daher im Rahmen entsprechender Sondierungsgespräche, die dazu dienen sollten, bereits frühzeitig später denkbar Kooperationsmodelle zu beleuchten, aber selbstverständlich auch bestehende oder geplante Eigenaktivitäten durch den Markt abfragten. Die Einbindung der lokalen Gewerbebetriebe selbst erfolgte im Rahmen der Projektkonzeption über das Regionalmanagement Nordhessen sowie die Industrie- und Handelskammer (IHK), worüber entsprechende Bedarfs- und Statistikdaten abgefragt wurden.

Im politischen Bereich sorgte eine umfangreiche und effiziente Einbindung aller relevanten politischen Interessengruppen im Rahmen der Projektstruktur für einen reibungslosen Projektfortschritt. So erfolgte die Einbindung der Landesvertreter durch regelmäßige Einladung zu den Sitzungen der Fördergesellschaft, im Rahmen derer über den jeweiligen Projektstatus informiert wurde. Zudem waren Vertreter des Landes in die lokalen Informationsveranstaltungen involviert. Die Einbindung der Verantwortlichen in den Landkreisen erfolgte über die Zusammensetzung des Projektteams, in dem sich jeweils ein Vertreter eines jeden Landkreises als Kreiskoordinator befand. Die einzelnen Kommunen selbst waren im Rahmen der Konzepterstellung zum einen über die Bürgermeisterdienstversammlungen in den Landkreisen regelmäßig in den Projektablauf eingebunden. Zudem wurde im Vorfeld zur Gesellschaftsgründung eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung geschlossen, die die Befugnisse und die Zusammenarbeit des Landkreises mit den Kommunen regelte.

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Ansprechpartnerin

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Kathrin Laurier

Breitband Nordhessen GmbH