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Main-Kinzig-Kreis

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Best Practice NGA-Ausbau in Hessen

NGA-Breitbandausbau im Main-Kinzig-Kreis

1. Initiierungs- und Vorplanungsphase 

Die Erfolgsgeschichte des Breitbandausbaus im Main-Kinzig-Kreis hat seine Ursprünge bereits im Jahr 2007. Damals kritisierte Landrat Erich Pipa, dass schnelle Internetverbindungen zwar in den Ballungsräumen forciert würden, der ländliche Raum jedoch auf der Strecke bleibe. Mitte des Jahres 2010 legte das Referat für Wirtschaft und Arbeit einen Breitbandatlas mit Analyse bestehender Internetverbindungen vor. Damit war die Grundlage für den heutigen Ausbau geschaffen. Ende 2010 gab Pipa eine Machbarkeitsstudie zum kreisweiten Breitbandausbau in Eigenregie in Auftrag, die im Herbst 2011 vorlag. Anschließend stellten er und die heutige Geschäftsführerin Susanne Simmler allen Gremien die Pläne vor: Bürgermeister, Stadtverordnete, Gemeindevertreter, Land, WI-Bank, IHK, Kreishandwerkerschaften - alle wurden eingebunden. Mit Erfolg: Alle 29 Kommunen fassten Beschlüsse und bekannten sich zum Ausbau, 97% des Kreistages stimmten im März der Gründung der Breitband GmbH zu - parteiübergreifend. Es folgten weitere Gespräche, europaweite Ausschreibungen, die das Marktversagen feststellten, europaweite Ausschreibungen für Tiefbau und die Auswahl des Telekommunikationsanbieters M-net. Am Ende stand der Spatenstich für vier Pilotprojekte - und damit auch der weithin sichtbare Beginn eines Erfolgsprojektes.

2. Erfolgreiche Ausschreibung und Vergabe 

Das NGA-Breitbandprojekt im Main-Kinzig-Kreis ist in insgesamt vier Etappen sukzessive ausgeschrieben und vergeben worden:

  1. Europaweite Dienstleistungskonzessionsvergabe für die Suche nach dem aktiven Diensteanbieter (Verfahren mit Pilotcharakter, ähnlich Verhandlungsverfahren mit Vergabebekanntmachung)
  2. Nationale Bauvergabe für vier ausgewählte Pilot-Kommunen (VOB/A, losweise)
  3. Europaweite Ausschreibung der Bauleistungen in acht Gebietslosen im gesamten Kreisgebiet (VOB/A, Nichtoffenes Verfahren)
  4. Europaweite Materialausschreibung in neun Einzellosen (VOL/A, Rahmenvertrag, Nichtoffenes Verfahren).

Grundlegende Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung dieser Vergabestruktur ist gewesen, dass die technische, die wirtschaftliche (beides Athanus Partners) und die juristische Beratung gemeinsam mit dem Auftraggeber Breitband Main-Kinzig GmbH bereits geraume Zeit vor Absendung der ersten Vergabebekanntmachung den gesamten Vergabeprozess zeitlich und inhaltlich durchstrukturiert haben. Dadurch haben im Vorfeld technische Schnittstellen identifiziert, rechtliche Probleme rechtzeitig geklärt und wirtschaftliche Auswirkungen bewertet werden können. Die anschließenden Vergabeverfahren haben so rechtssicher – auch unter Einschluss etwaiger beihilferechtlicher Auswirkungen – und ohne vergaberechtliche Nachprüfung erfolgreich geführt werden können. 

3. Detaillierungs- und Umsetzungsphase

Die konkrete Umsetzung eines Jahrhundert-Projektes mit einer Investitionssumme von mehr als 50 Millionen Euro, dem Verlegen von mehr als 650 Kilometern Glasfaserkabel im mit 1398 Quadratkilometern größten hessischen Landkreis, erfordert eine gründliche und detaillierte Vorarbeit. Trassenplanung, die Frage der Standorte von Kabelverzweigern und Multifunktionsgehäusen, das Untersuchen von Synergieeffekten aufgrund anderer Bauarbeiten im Kreisgebiet - all das in einen ambitionierten und verbindlichen Zeitplan für Tiefbauunternehmen und Techniker zu verpacken und zugleich einen ausgewogenen Ausbau im gesamten Kreisgebiet zu forcieren, erfordert unzählige Gespräche mit allen Beteiligten. Kommunikation und Transparenz sind bei einem Projekt dieser Größenordnung das A und O. Enge Abstimmungen, Partner und Behörden, die sich flexibel zeigen und am Erreichen des gemeinsamen Zieles, dem flächendeckenden Ausbau des Breitbandnetzes interessiert sind, die Mitarbeit der Kommunen, insbesondere der Bauämter, sind Grundvoraussetzungen für einen erfolgreichen Ausbau. Dazu gehört auch, parallel zu den Tiefbauarbeiten mit der Vermarktung des Netzes für die Endkunden zu beginnen. Dazu gehören öffentliche Bürgerversammlungen ebenso wie gezielte Werbung in den Kommunen und eine aussagekräftige Internetseite, bei der jeder Bürger genau weiß, ab wann schnelles Internet auch bei ihm verfügbar ist.

4. Marketingphase: Regionalität, Kompetenz und Zuverlässigkeit

Mit dem Start der Glasfaser-Offensive im Main-Kinzig-Kreis erweiterte der regionale Telefon- und Internetanbieter M-net erstmals seine Geschäftstätigkeit nach Hessen. Zum Erfolg dieses Projektes – eines der ambitioniertesten Landkreis-Projekte bundesweit – trägt die Kommunikationsstrategie entscheidend bei. Hierbei galt es die Unternehmensmarke M-net im Main-Kinzig-Kreis bekannt und die Philosophie des Unternehmens sichtbar zu machen. Ein Bündel aus Maßnahmen unterstützt die Einführung der Marke und trägt dazu bei den Bekanntheitsgrad stetig zu steigern.

Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem regionalen Kooperationspartner Breitband Main-Kinzig ist ein entscheidender Part der Gesamtstrategie. Die gemeinsame Kommunikation von Inhalten und der aufeinander abgestimmte kommunikative Auftritt der beiden Unternehmen schaffen bei den Bürgern vor Ort Vertrauen und Akzeptanz. Ebenso wichtig ist die enge kommunikative Verzahnung mit den Gemeinden, die für die Vermarktung und Kommunikation des Themas Breitbandausbau auf breite Unterstützung sowie zahlreiche Materialien von M-net zurückgreifen können. Zudem setzt M-net vor Ort auf ein dichtes Netz aus lokalen und regionalen Vertriebspartnern, die die Marke M-net vor Ort repräsentieren und als kompetente sowie zuverlässige Ansprechpartner fungieren. Kooperationen mit regional verwurzelten Unternehmen und Institutionen verstärken den regionalen Ansatz M-net´s. Ein Mix aus Breiten-Kommunikation, gespielt über lokale Medien und fokussierte Kundenansprache durch Postwurfsendungen oder Newsletter sorgen für einen stetigen und aktuellen Informationsfluss. Durch Kommunikationsmaßnahmen, die synchron zum Ausbau-Status-Quo durchgeführt werden, sind die Bürger immer „up to date“. Des Weiteren dehnt M-net sein Sponsoring-Engagement sukzessive auf den südhessischen Landkreis aus. Im Rahmen von Breitensport-Veranstaltungen wie dem M-net Kinzigtal Total oder auch der Trikotaktion im Jugend- und Amateursport unterstreicht M-net seine Markenwerte menschlich, präsent und verlässlich und kommuniziert seine Unternehmensphilosophie, sich auch über das Kerngeschäft hinaus für die Region stark zu machen.

 

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Ansprechpartnerin

Sibylle Hergert

Breitband Main-Kinzig GmbH

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Dr. Lutz Horn

GÖRG Partnerschaft von Rechtsanwälten

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Anton Schneid

M-net Telekommunikations GmbH